Angelsportverein 1937 e.V. Großauheim

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Infos der Gewässerwarte


Infektion mit dem Koi-Herpesvirus (KHV)

Das Koi-Herpesvirus (KHV) ist ein für Koi-Karpfen sowie Nutz- und Wildkarpfen höchst ansteckendes und oft tödliches Virus, das anzeigepflichtig ist. Wie die meisten Viren, wird auch das Koi-Herpesvirus durch direkten Kontakt übertragen. Dies können die Fische selbst sein über Hautkontakt und Kiemenausscheidungen, Wasser oder sonstige Flüssigkeiten die Kontakt zu infizierten Fischen hatten. Das Hantieren im Wasser mit den Händen, oder Arbeiten mit Gegenständen wie Keschern oder Netzen oder Kontakt mit dem Schuhwerk reichen bereits aus, um das Virus zu übertragen. Wasservögel können ebenfalls das Virus ins Wasser einbringen, obwohl das Virus nicht länger als zwei Stunden außerhalb seines Lebensraumes überlebt. Ohne einen Karpfen als Wirt überlebt das Virus maximal 14 Tage im Wasser. In den meisten Fällen wird das Virus durch Neuzugänge von Fischen in den Bestand verschleppt.
Für den Menschen besteht keine Gefahr, da die Koi-Herpesvirus Infektion nicht auf den Menschen übertragbar ist.

Die Fischseuche breitet sich aktuell schnell aus und hat bereits Gewässer in Hessen und angrenzenden Gebieten erreicht. So wurden Ende Juli infizierte Karpfen in der Lahn und im Neckar bestätigt. Eine weitere rasche Ausbreitung der Krankheit bis in unmittelbare Nähe unseres Sees, z.B. im Main, erscheint deshalb möglich.

Da eine Bekämpfung der Krankheit in freien Gewässern praktisch unmöglich ist, muss die Weiterverbreitung und Verschleppung durch Gerätschaften und Personen unbedingt unterbunden werden. Weil erkrankte Karpfen hohe Mengen an Virus ausscheiden, muss eine Übertragung durch Fische aus Fremdgewässern sowie durch Gegenstände mit direktem Fischkontakt, also Kescher, Setzkescher, Stiefel usw. ausgeschlossen werden. Wenn solche Gegenstände überhaupt am See Freigericht eingebracht werden sollen, müssen sie vor ihrer Verwendung desinfiziert werden. Über die hierzu erforderlichen Maßnahmen liegen unterschiedliche Meinungen vor:

Da das Virus ausserhalb des Wassers nur wenige Stunden überlebt und sehr empfindlich gegen UV-Licht ist, schätzt das Hessische Umweltamt das Risiko einer Krankheitsverschleppung durch Angelgerätschaften als gering ein. "Schon kurzzeitige Sonnenbestrahlung und Austrocknung von Gerätschaften wie Angel und Kescher reichen im Allgemeinen aus, um das Virus zu inaktivieren."

Demgegenüber empfiehlt der Fischgesundheitsdienst Baden-Württemberg zusätzlich die Anwendung eines handelsüblichen Desinfektionsmittels und anschliessendes vollständiges Abtrocknen der Ausrüstung.

In Kürze werden wir ein Merkblatt zur Koi-Herpesvirusunfektion an unsere Mitglieder versenden und dieses dann auch hier verfügbar machen.

Weitere Informationen

Wikipedia zur Koi-Herpesvirusinfektion
Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Pressemitteilung
Merkblatt für Angler. Fischgesundheitsdienst Baden-Württemberg
Merkblatt Fischereiverein Mosbach
Eine wissenschaftliche Publikation in Englisch mit Abbildungen erkrankter Karpfen
 
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